{"id":61,"date":"2023-11-11T15:47:51","date_gmt":"2023-11-11T14:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.silbermuschel.de\/wordpress\/?p=61"},"modified":"2023-11-12T14:23:30","modified_gmt":"2023-11-12T13:23:30","slug":"kapitel-ii-wie-wir-die-geheimlehre-entdeckten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=61","title":{"rendered":"Kapitel II Wie wir die Geheimlehre entdeckten"},"content":{"rendered":"\n<p>Nicht alles, was \u00fcber unsere Entdeckung des Wyda zu berichten w\u00e4re, werden wir enth\u00fcllen\/ da wir Vertrauen nicht missbrauchen und gegebene Versprechen nicht brechen wollen.<\/p>\n\n\n\n<p>So k\u00f6nnen wir nicht alle Namen und Orte, die wir kennen lernten, preisgeben, um die Geheimnisse, die noch zu bewahren sind, nicht durch Neugier oder Sensationslust zu gef\u00e4hrden.\u2028Dennoch werden wir dem Leser die wirklich wesentlichen Ereignisse und Erfahrungen nicht vorenthalten und ihn soweit als irgend m\u00f6glich an unserer Entdeckung der Geheimlehre Anteil nehmen lassen.\u2028Vor einigen Jahren horten wir von der bemerkenswerten Lebensgemeinschaft Findhorn. Findhorn ist ein kleiner Ort an der schottischen K\u00fcste, der 1968 von Peter und Eileen Caddy zu dem gemacht wurde, was er heute ist, einem Zentrum der Spiritualit\u00e4t und einer beispielhaften alternativen Lebensgemeinschaft. Nachdem uns Freunde, die dort gewesen waren, von der Kraft dieses Ortes berichtet hatten, wollten wir Findhorn selbst kennen lernen. Der unmittelbare Grund f\u00fcr unsere Reise war allerdings auch der Tod unseres lieben Freundes und Lehrers Phillipe Andre Lasalle, der uns zutiefst betroffen und nachdenklich gemacht hatte.\u2028Wir hatten bereits zu Beginn unserer Reise vorgehabt, l\u00e4ngere Zeit von zu Hause wegzubleiben und m\u00f6glicherweise eine Weile in Findhorn zu wohnen, um Abstand\u2028von den allt\u00e4glichen Dingen zu gewinnen. Wie es wirklich kam, konnten wir damals noch nicht ahnen. Schon auf der F\u00e4hre von Frankreich nach England wurden unsere Pl\u00e4ne in andere Bahnen gelenkt. Wir trafen ein sympathisches junges Ehepaar aus Amerika, das unterwegs nach Stonehenge war. Wir wussten \u00fcber Stonehenge damals nicht viel mehr, als dass dieser Name einen uralten, seltsamen Steinkreis aus einer fr\u00fchen europ\u00e4ischen Kultur bezeichnete.\u2028Von Carl und Karen, dem amerikanischen Paar, erfuhren wir w\u00e4hrend langer besinnlicher Gespr\u00e4che an Deck einiges mehr. Sie erz\u00e4hlten uns von den j\u00e4hrlichen Treffen, die am Tag der Sommersonnwende in Stonehenge ihren H\u00f6hepunkt fanden. Die beiden verstanden es, uns derma\u00dfen zu begeistern, dass wir unsere Reise nach Findhorn verschoben, um mit ihnen zur Sonnwendfeier nach Stonehenge zu fahren.\u2028Als wir Stonehenge nun das erste Mal hautnah erlebten, ging es uns wie vielen anderen: Wir waren einfach sprachlos vor der unglaublichen Energie, die von diesem Ort ausging. Die m\u00e4chtigen Steinriesen, die vor uns aufragten, strahlten eine Ruhe und Kraft aus, die sich sofort auf uns \u00fcbertrug.\u2028Viele Menschen verschiedenster Altersstufen und Nationalit\u00e4ten waren dort versammelt, und alle waren gekommen, um am 21. Juni die Sonne \u00fcber dem ber\u00fchmten heelstone aufgehen zu sehen und an dem Geheimnis von Stonehenge teilzuhaben. Am Sonnwendtag war die Gegend dann so \u00fcberv\u00f6lkert, dass man sich wirklich durch die Massen dr\u00e4ngen musste. (Deswegen wird auch seit ein paar Jahren der direkte Bereich um die Steinkreise von den englischen Beh\u00f6rden gesperrt, um dies uralte Monument nicht zu gef\u00e4hrden.)\u2028Dort h\u00f6rten wir zum ersten Mal von den Druiden, von denen wir bis dahin nicht mehr als den Namen kannten. Uns wurde erz\u00e4hlt, sie seien es gewesen, die Stonehenge erbaut hatten (was aber sehr unwahrscheinlich ist) und dort ihre kultischen Handlungen und Riten durchf\u00fchrten. Es tauchten auch einige wei\u00dfgekleideten Gestalten auf, die sich selbst als \u00bbDruiden\u00ab bezeichneten. (Es waren Mitglieder des 1781 gegr\u00fcndeten Druidenordens, einer Art Freimaurerloge. Dieser Druidenorden hat die keltische Mythologie als Grundlage und bem\u00fcht sich um die Erhaltung alter Riten.)\u2028Zwei Tage sp\u00e4ter war der Trubel gr\u00f6\u00dftenteils vorbei, und es kehrte wieder mehr Ruhe in der Gegend um Stonehenge ein. Auch unsere Freunde Karen und Carl reisten wieder ab; wir aber wollten noch einige Tage bleiben, um dann weiter nach Find-horn zu fahren. Wir wohnten in einer kleinen Pension, unternahmen von dort aus jeden Tag Ausfl\u00fcge in die weitere Umgebung und suchten einigerma\u00dfen abgelegene Stellen, wo wir Yoga \u00fcben konnten. Da es das Wetter besonders gut mit uns meinte, war jeder unserer Ausfl\u00fcge ein Erlebnis.\u2028Am Tag vor unserer Abreise hatten wir dann die schicksalhafte Begegnung, aus der auch schlie\u00dflich dieses Buch entstand. Unweit unserer kleinen Pension kannten wir eine sch\u00f6ne Stelle an einem Bach, wo wir unsere \u00dcbungen machen wollten. Als wir dort ankamen, bemerkten wir, dass offensichtlich schon vor uns jemand auf diese Idee gekommen war. Wir sahen einen \u00e4lteren, grauhaarigen Mann, der unten am Bach \u00dcbungen machte, die wir auf den allerersten Blick f\u00fcr Yoga hielten. Aber als wir n\u00e4her kamen, wurde jedoch deutlich, dass die \u00dcbungen, die er so hingebungsvoll ausf\u00fchrte, nicht aus dem Yoga stammen konnten &#8211; obwohl eine nicht genau beschreibbare \u00c4hnlichkeit durchaus vorhanden war.\u2028Wir wollten nicht st\u00f6ren, und so beobachteten wir ihn eine Weile aus der Entfernung. Je l\u00e4nger wir zusahen, desto mehr faszinierte uns sein Tun. Nach jeder \u00dcbung verteilte er verschiedene Steine, Blumen, Holzst\u00fccke und andere Dinge, die er offensichtlich in einem Sack mitgebracht hatte, in pr\u00e4zisen Mustern um sich herum, um dann eine neue \u00dcbung innerhalb des gelegten Kreises zu beginnen.\u2028Von dem \u00dcbenden ging eine Kraft und Ruhe aus, die wir bisher nur bei indischen Gurus gesehen hatten. Der Mann war so vertieft in seine \u00dcbung, dass er uns auch nicht bemerkte, als wir n\u00e4her kamen. Beeindruckt beobachteten wir ihn noch lange Zeit.\u2028Obwohl wir diesen Mann auf etwa sechzig Jahre sch\u00e4tzten (in Wirklichkeit war er, wie sich sp\u00e4ter herausstellen sollte, allerdings schon sechsundsiebzig!), zeigte er eine bewundernswerte Beweglichkeit und Eleganz in jeder seiner Bewegungen. Wir beschlossen, ihn zu fragen, woher diese \u00dcbungen stammten und wo wir sie lernen konnten. Aber wir mussten noch fast eine Stunde warten, bis er mit seinen \u00dcbungen fertig war.\u2028Pl\u00f6tzlich sah er uns. Er wirkte keinesfalls erschrocken und nicht einmal erstaunt; er betrachtete uns nur eine Weile ruhig aus seinen klaren gr\u00fcnen Augen, kam dann geradewegs auf uns zu, begr\u00fc\u00dfte uns und fragte in einem breiten irischen Akzent; ob wir Touristen seien.\u2028So kamen wir mit ihm ins Gespr\u00e4ch und lenkten das Thema schnell auf seine \u00dcbungen. Er schien aber nichts dar\u00fcber sagen zu wollen und meinte nur, er habe die \u00dcbungen von seinem Vater gelernt, der sie wiederum von seinem Vater hatte. Jedem unserer Versuche, mehr zu erfahren, wich er geschickt aus.\u2028Erst als wir auf Yoga zu sprechen kamen, \u00e4nderte er seine Haltung. Er hatte zwar noch nie von Yoga geh\u00f6rt, aber als wir ihm die Grundz\u00fcge erkl\u00e4rten, verstand er sofort. Er wollte nun auch von uns einige Yogatechniken sehen. Wir kamen seinem Wunsch nach, und er war beinahe so fasziniert von diesen \u00dcbungen wie wir von den seinen.\u2028Kurz darauf begann es heftig zu regnen, was uns zur Flucht in den n\u00e4chsten Pub zwang. Als wir dort ankamen, waren wir jedoch schon v\u00f6llig durchn\u00e4sst. W\u00e4hrend wir uns einen Tee bestellten, begann er von Wyda zu erz\u00e4hlen; er gebrauchte allerdings nicht diesen Namen, auf den wir erst viel sp\u00e4ter sto\u00dfen sollten. Er berichtete, dass in der Familie seines Vaters diese \u00dcbungen schon so lange man denken konnte \u00fcberliefert worden waren. Es wurde ihnen gro\u00dfe Wirkungen auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlergehen zugeschrieben, und seine Familie war bekannt f\u00fcr ihre Gesundheit, wie er sagte. Er war auch stolz darauf, noch nie in seinem Leben bei einem Arzt gewesen zu sein &#8211; auch das schrieb er den \u00dcbungen zu. Es waren aber nicht nur die \u00dcbungen. Je mehr er erz\u00e4hlte, desto weiter \u00f6ffnete sich uns seine Schatzkammer an\u2028altem esoterischen Wissen, das allem Anschein nach von den alten Druiden stammen musste.\u2028Auch er war zur Sommersonnwende nach Stonehenge gekommen wie jedes Jahr, seit er f\u00fcnfzehn Jahre alt war. Dabei wohnte er keineswegs in der N\u00e4he: Er kam jedes Jahr von Irland f\u00fcr zwei W7ochen nach Stonehenge, um hier das Sonnwendfest zu begehen. Und schon am n\u00e4chsten Tag wollte er, wie auch wir, wieder abreisen. Wir vertieften uns immer mehr ins Gespr\u00e4ch und lernten uns mehr und mehr kennen. Es war schon sp\u00e4t in der Nacht, als der Pub schloss und wir uns trennen mussten. Ganz zum Schluss, ab wir uns verabschiedeten, lud uns Lliam O&#8217;Donnell (so hie\u00df unser neuer Bekannter) auf sein Gut in Irland ein und versprach, uns dort mehr von der \u00fcberlieferten Lehre zu erz\u00e4hlen.\u2028Wir waren \u00fcberrascht und f\u00fchlten, dass sich uns eine einzigartige Chance bot, n\u00e4mlich eine uralte Lehre, die wohl nur sehr wenige Menschen kannten, wiederzuentdecken. Wir beschlossen, all unsere Pl\u00e4ne mit Findhorn vorerst aufzuschieben und mit Mr. O&#8217;Donnell nach Irland zu fahren, zumal er uns so herzlich eingeladen hatte. So landeten wir, entgegen all unserer Plane, in Irland, wo wir dann &#8211; mit Unterbrechungen &#8211; die n\u00e4chsten zwei Jahre verbringen sollten.\u2028Die erste Zeit lebten wir in Lliams Familie. Die O&#8217;Donnells waren wohlhabend und besa\u00dfen ein gro\u00dfes Landgut, auf dem sie haupts\u00e4chlich Pferdezucht betrieben. In ihrem gro\u00dfen Haus war genug Platz f\u00fcr uns, und da wir \u00e4u\u00dferst freundlich aufgenommen wurden, blieben wir gem.\u2028Die Familie unseres Bekannten war genauso erstaunlich wie er selbst. Seine Frau, die auch schon \u00e4lter als siebzig war, sah \u2028h\u00f6chstens wie f\u00fcnfzig aus, und auch die an- \u2028deren Familienmitglieder aus, sein Sohn, dessen Frau und deren zwei Kinder waren von bl\u00fchender Gesundheit. Aber noch mehr als ihre Gesundheit bewunderten wir ihre Ausstrahlung und aufrichtige Herzlichkeit.\u2028Als wir auf die \u00dcbungen, die er uns gezeigt hatte, zu sprechen kamen, z\u00f6gerte er lange, bis er uns alles erz\u00e4hlen wollte, was er wusste. Selbst als wir schon lange sein Vertrauen hatten, sagte er uns oft, wie schwer es ihm fiele, uns wirklich alles zu offenbaren. Die Lehre war eine Tradition der Familie, die nur innerhalb der Familie weitergegeben werden sollte, und es wurde \u00fcberliefert, dass die Weitergabe dieser Lehren an Fremde gro\u00dfes Ungl\u00fcck bringen konnte.\u2028Dennoch vertraute uns Lliam schlie\u00dflich soweit, dass er sich \u00fcber diese Tradition hinwegsetzte. Wir mussten ihm nur versprechen, niemals die genaue Quelle unseres Wissens preiszugeben. Um sein Vertrauen nicht zu missbrauchen, k\u00f6nnen wir also au\u00dfer seinem Namen &#8211; was er uns gestattete &#8211; keine anderen nennen: auch den Ort, in dem er zu Hause ist, m\u00fcssen wir verschweigen, um unsere Versprechen nicht zu brechen.\u2028Einige Zeit sp\u00e4ter stie\u00dfen wir \u00fcbrigens auf den Hintergrund dieser Tradition der Geheimhaltung. Noch im 18. Jahrhundert wurden Menschen, die \u00fcber besondere Kr\u00e4fte verf\u00fcgten, nur zu leicht als Hexen oder Zauberer denunziert und get\u00f6tet. Die Familien, in denen das Wyda noch lebendig war, waren wegen ihrer besonderen Gesundheit und Ausstrahlung ohnehin verd\u00e4chtig. W\u00e4ren sie nun aber auch noch bei diesen \u00dcbungen beobachtet worden, h\u00e4tte es das abergl\u00e4ubische Volk wohl als erwiesen angesehen, dass hier Teufelsanbetungen vollzogen wurden. Die Geheimhaltung diente damals also einfach dem \u00dcberleben und wurde Bestandteil der \u00fcberlieferten Tradition.\u2028Jedenfalls wurden Lliam O&#8217;Donnell und\u2028sein Sohn unsere Lehrer und Freunde. In dem folgenden halben Jahr lernten wir schon einen gro\u00dfen Teil der \u00dcbungen kennen, vor allem auch die Verbindung der einzelnen \u00dcbungen mit den Kr\u00e4ften der Natur um uns. In den t\u00e4glichen gemeinsamen \u00dcbungszeiten kam es zu einem intensiven Erfahrungsaustausch; die O&#8217;Donnells unterwiesen uns in den Praktiken des Wyda &#8211; anfangs mehr den k\u00f6rperlichen, sp\u00e4ter aber immer mehr auch den geistigen Aspekt betonend-, w\u00e4hrend wir unsererseits versuchten, ihnen unser Wissen \u00fcber die \u00f6stlichen esoterischen Lehren zu vermitteln.\u2028Anfangs kam uns das Einbeziehen von Pflanzen und Steinen in den \u00dcbungsablauf befremdlich vor, doch schon bald \u00fcberzeugte uns die sp\u00fcrbare Wirkung dieser subtilen Einfl\u00fcsse der Natur.\u2028In dieser Zeit wurden uns viele Zusammenh\u00e4nge kosmischer Ordnung bewusst; der belebten mit der scheinbar unbelebten Natur oder des menschlichen Geistes mit den Energien unserer Erde.\u2028So erlebten wir erf\u00fcllte Tage, in denen wir auch viele Ausritte in die wunderbare Umgebung unternahmen und bei der vielen Arbeit, die auf dem Gut anfiel, mit anpackten. An manchen Tagen gab es soviel im Stall oder im Haus zu tun, dass wir am Abend vollkommen ersch\u00f6pft waren.\u2028Aber es verging kein Tag, an dem wir nicht geraume Zeit unsere neu erworbenen \u00dcbungen festigten und lange Gespr\u00e4che mit unseren neuen Freunden f\u00fchrten. Je mehr wir lernten, desto mehr wollten wir wissen.\u2028Schlie\u00dflich hatten wir das Gef\u00fchl, dass das tiefgr\u00fcndige Wissen, welches uns Lliam vermittelt hatte, erst die Spitze des Eisberges war. Es schien uns offensichtlich, dass hinter diesem Wissen ein umfassendes esoterisches System und eine dazugeh\u00f6rige Philosophie stehen musste.\u2028Unsere Suche nach mehr Wissen trieb uns immer \u00f6fter aus der friedlichen Geborgenheit von Lliams Haus.\u2028Wir versuchten nun auch in Bibliotheken Hinweise auf diese alte Lehre zu finden, aber lange Zeit war die Suche vergebens. Auch in Lliams Familie existierten keine Aufzeichnungen, au\u00dfer ein paar groben Skizzen und Anmerkungen zu den \u00dcbungen. Diese wenigen Aufzeichnungen waren auch nicht sonderlich alt, sie stammten noch von seinem Gro\u00dfvater.\u2028Eines Tages jedoch erhielten wir in einer kleinen Bibliothek eines Landadligen einen entscheidenden Hinweis; wir fanden zwar keine Schrift, aber die Bibliothekarin nannte uns den Namen eines Bekannten, dessen Spezialgebiet alte irische Schriften waren.\u2028Herr Bush war ein freundlicher alter Mann von erstaunlich umfassender Bildung. Wir konnten uns sogar auf deutsch mit ihm unterhalten. Er war sofort bereit, uns bei unserer Suche zu helfen und fand tats\u00e4chlich bald eine alte Familienchronik, die bis ins 17. Jahrhundert zur\u00fcckging, in der von bestimmten \u00dcbungen zur \u00bbSt\u00e4rkung der Seele\u00ab die Rede war. Leider wurde nur eine \u00dcbung beschrieben, die wir allerdings schon von unserem Gastgeber her kannten. Diese \u00dcbung war die entscheidende Verbindung zu dem, was wir von den O&#8217;Donnells gelernt hatten. Die Schrift war jedoch keineswegs in Englisch verfasst, und ohne die Hilfe von Patrick Bush w\u00e4ren wir verloren gewesen. Er aber konnte sie tats\u00e4chlich fast flie\u00dfend \u00fcbersetzen. Es zeigte sich, dass diese alte Chronik einige \u00e4u\u00dferst interessante Dinge f\u00fcr uns bereithielt.\u2028So erfuhren wir, dass diese \u00dcbungen bereits vor dreihundert Jahren, als die ersten Eintr\u00e4ge in die Chronik gemacht wurden, eine lange Tradition in der Familie hatten. Und was noch interessanter war: Hier wurde mit den \u00dcbungen auch eine Feinstofflehre und Philosophie verbunden.\u2028Das alles war schon viel mehr als wir erwartet hatten, aber bald sollten wir noch mehr erfahren. Patrick Bush zeigte uns ein altes Buch eines Alchemisten, dessen erste Eintragungen auf das Jahr 1511 datiert waren. Auch hier fanden sich nur wenige \u00dcbungen, aber daf\u00fcr wurde die Wirkungsweise der Verkn\u00fcpfungen von Naturobjekten, Zeiten und diesen \u00dcbungen genau beschrieben und auch zu erkl\u00e4ren versucht. In diesem Buch, das teils in Latein, teils in altem G\u00e4lisch geschrieben war, fanden wir sowohl den Namen der alten Lehre &#8211; Wyda &#8211; als auch den ersten Hinweis auf die Herkunft des Wyda von den Druidenpriestern der alten Kelten.\u2028Bis wir allerdings zu diesen Erkenntnissen gelangten, die wir hier in ein paar Zeilen niedergelegt haben, vergingen einige Monate, in denen wir das Buch \u00fcbersetzen lie\u00dfen, um die relevanten Teile (die ja nur einen kleinen Teil der Schrift des Alchemisten ausmachten) auszuwerten.\u2028Aufgrund dringender Verpflichtungen wurde es notwendig, dass wir f\u00fcr eine Weile nach Deutschland zur\u00fcckkehrten. In dieser Zeit n\u00fctzten wir den Abstand, um das gesammelte Material weiter auszuwerten und die vielen neuen Fakten zu ordnen. Damals reifte auch der Entschluss in uns, unser Wissen in einem Buch zusammenzufassen; allerdings dachten wir noch nicht einmal im Traum daran, unsere Erkenntnisse jemals zu ver\u00f6ffentlichen!\u2028Die \u00fcberaus positive Reaktion eines Freundes auf unsere Erfahrungen best\u00e4rkte uns darin, nach Irland zur\u00fcckzukehren, um unsere Forschungen weiter zutreiben. Um besseren Kontakt mit der Bev\u00f6lkerung zu bekommen, lernten wir G\u00e4lisch, die alte irische Sprache.\u2028Als wir wieder nach Irland kamen, hatten wir vor, durch das ganze Land zu reisen, um nach weiteren Erkenntnissen und Hinweisen auf die alte Druidenlehre zu suchen. Leider stie\u00dfen wir dabei nur ein paar Mal auf Familien, in denen Wyda praktiziert wurde, und nur wenige dieser Familien waren bereit, uns bei unseren Forschungen weiterzuhelfen.\u2028Allerdings waren auch diejenigen, die uns nichts Genaues berichten wollten denn \u00fcberall stie\u00dfen wir auf die jahrhundertealte Tradition der Geheimhaltung -, sehr freundlich und in vieler Hinsicht hilfsbereit. So erfuhren wir, dass in diesen Familien alle Familienmitglieder, so lange man denken konnte, sehr alt wurden. Auch Krankheiten traten bei ihnen seltener als gew\u00f6hnlich auf, und Epidemien waren oft spurlos an ihnen vorbeigegangen. Wir konnten nur den Schluss ziehen, dass diese Besonderheiten dem Wyda zu verdanken sein mussten.\u2028Das hohe Alter und die robuste Gesundheit dieser Menschen waren jedoch nur die \u00e4u\u00dferen Anzeichen, die die Aus\u00fcbung der Druidenlehre mit sich brachte. Uns fiel besonders die au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausstrahlung, Ruhe und W\u00e4rme der Menschen auf,\u2028die uns deutlich machten, wie umfassend die Wirkungen des Wyda sein k\u00f6nnen.\u2028Einige Monate reisten wir so durch das Land, von Hinweis zu Hinweis, und langsam aber stetig nahm unsere Vorstellung von der Lehre Form an.\u2028Schlie\u00dflich besa\u00dfen wir zahlreiche Aufzeichnungen von \u00dcbungen und \u00dcbersetzungen alter Schriften, doch es fehlte eine umfassende Zusammenschau des gesammelten Materials. Deshalb zogen wir uns f\u00fcr einige Monate in die Einsamkeit eines alten Bauernhofes in der N\u00e4he von Loch Lein, einem idyllischen See im S\u00fcden Irlands, zur\u00fcck, um die alte Lehre der Druiden, das Wyda, so weit wie m\u00f6glich zu rekonstruieren.\u2028Das vorliegende Buch stellt Ihnen nun einen gro\u00dfen Teil unseres Wissens \u00fcber die alte Lehre in kurzer Form vor. Da dies das erste Buch \u00fcber das Wyda der Druiden ist, d\u00fcrfen wir beim Leser auch keine Erfahrungen voraussetzen. Dadurch und durch unsere Beobachtung der besonderen Wirkung des Wyda auf die geistige und k\u00f6rperliche Gesundheit ergibt sich die Betonung auf das \u00dcbungssystem, w\u00e4hrend die Philosophie und die h\u00f6heren Praktiken weniger Eingang gefunden haben. Diese h\u00f6heren Stufen des Wyda sind erst nach langer Vorbereitungszeit oder gro\u00dfer Erfahrung und nur unter kundiger F\u00fchrung gefahrlos zu bew\u00e4ltigen!&nbsp; \u2028<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-fill\"><a class=\"wp-block-button__link has-text-align-center wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=54\">Einf\u00fchrung<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=69\">\u00dcbungen<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=59\">Teil I<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=63\">Teil III<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=65\">Teil IV<\/a><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/www.silbermuschel.de\/?p=67\">Teil V <\/a><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nicht alles, was \u00fcber unsere Entdeckung des Wyda zu berichten w\u00e4re, werden wir enth\u00fcllen\/ da wir Vertrauen nicht missbrauchen und gegebene Versprechen nicht brechen wollen. 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